Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Kappelwindeck

 
 
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09.08.2018

Ministrantenschwemme beim Papst in Rom / Freiburger stellen weltweit größte Gruppe

Ministranten aus der Region bevölkerten die ewige Stadt

Busgruppe mit Minis aus Kappelwindeck, der SE Bühlertal und dem Rebland

Bühl-Kappelwindeck. Als Busgruppe mit Ministrantinnen und Ministranten aus der Seelsorgeeinheit Bühlertal und dem Rebland bevölkerten auch die Kappelwindecker Minis die ewige Stadt und trafen dort in der vergangenen Woche viele weitere Jugendliche aus dem Dekanat Baden-Baden und weit darüber hinaus. An der 12. Internationalen Ministrantenwallfahrt nahmen 60.000 Ministrantinnen und Ministranten aus 18 Ländern teil. Darunter waren 8.500 Minis allein aus der Erzdiözese Freiburg, die die ewige Stadt am Tiber bevölkerten und ein wahres Glaubensfest der Kirche erleben konnten. Sie nutzten die Tage in Rom um gemeinsam als junge Kirche ihren Glauben zu feiern, in den Straßen zu singen und gemeinsam zu beten. Die Freiburger waren damit die weltweit größte Pilgergruppe, wie das Erzbistum mitteilt. Zuhause wurden die Rompilger und die Begleitpersonen in Gottesdiensten ihrer Heimatpfarreien verabschiedet. In Rom erwartete sie ein dicht gedrängtes Programm.


Eine Audienz von Papst Franziskus haben auf dem Petersplatz rund 8000 Ministrantinnen und Ministranten aus der Erzdiözese Freiburg erlebt. Die Busgruppe aus Bühlertal, dem Rebland und Kappelwindeck war Teil der 12. Internationalen Ministrantenwallfahrt, die in dieser Woche über 60.000 Jungen und Mädchen aus 18 Ländern in die Ewige Stadt geführt hat.

Zum einen wurde vom Internationalen Ministrantenverband ein Programm für alle Teilnehmer auf dem Petersplatz organisiert, zum anderen gab es Gottesdienste und weitere Programmpunkte für die Freiburger Ministranten, organisiert von der Fachstelle für Ministranten der Erzdiözese. Außerdem blieb den jungen Leuten genügend Zeit um selbst die Stadt Rom zu entdecken und sich Gedanken zum Thema „Frieden“ zu machen, wozu das Wallfahrtsmotto „Suche Frieden und jage ihm nach“ animierte. Dazu predigte auch der Freiburger Weihbischof Michael Gerber beim Eröffnungsgottesdienst in der Basilika St. Paul vor den Mauern: Das Motto der Wallfahrt „Suche den Frieden“ stelle die Frage, was die tiefe Sehnsucht sei, die Menschen in sich trügen. Diese Frage stelle auch Jesus immer wieder. „Wenn wir ganz tief auf den Grund unserer Seele gehen“, so Weihbischof Gerber, „dann finden wir dort die Sehnsucht nach Beziehung und die Sehnsucht, Leben weiter zu geben. Diese Sehnsucht steckt in uns und das ist eine ganz entscheidende Triebkraft, um den Frieden zu leben“. Mit der Generalaudienz des Papstes erlebten die Minis den Höhepunkt der großen Wallfahrt, bei der tausende Minis auf einmal zu den Gräbern der Apostel Petrus und Paulus gepilgert waren. Bei der Begegnung mit dem Heiligen Vater konnten einige der Jugendlichen auch Fragen an ihn stellen. Auf die Frage eines deutschen Teilnehmers, warum man sich für den katholischen Glauben entscheiden sollte, antwortete Papst Franziskus, dass der Glaube wie die Luft zum Atmen sei. „Wir denken nicht bei jedem Atemzug darüber nach, wie notwendig die Luft für uns ist“, so der Papst, „aber wenn die Luft fehlt oder nicht sauber ist, merken wir, wie wichtig sie ist“. Die Ministranten der einzelnen Pfarreien besuchten auf eigene Faust außerdem viele Kirchen wie beispielsweise den Petersdom, die Lateranbasilika, das Pantheon, St. Clemente und Santa Maria dell' Anima, die Pfarrkirche der deutschsprachigen Gemeinde in Rom. Außerdem machten sie einen Abstecher zur Spanischen Treppe, dem Trevi-Brunnen und dem Kolosseum. Ein besonderes Erlebnis war auch der Besuch in den Domitilla-Katakomben am Wallfahrtsdonnerstag, einer Keimzelle des frühen christlichen Glaubens. Weiterhin besuchten sie an diesem Tag auf dem Aventin die Basilika der Benediktiner, St. Anselmo, die Basilika der Dominikaner Santa Sabina und warfen einen Blick auf den Petersdom durch das berühmte Schlüsselloch am Tor des Malteserordens. Der Abschluss des Tages bildete ein Blick vom Gianicolo-Hügel auf Rom bei Nacht. Für eine klein wenig Abkühlung bei den hohen sommerlichen Temperaturen sorgte ein Ausflug an den Lido di Ostia.


Mit einer Eucharistiefeier in der Basilika St. Paul vor den Mauern haben mehr als 8.000 Ministrantinnen und Ministranten aus der Erzdiözese Freiburg ihre Wallfahrt nach Rom beendet.

Mit einer Heiligen Messe wurde die Wallfahrt in St. Paul vor den Mauern beendet. Erzbischof Stephan Burger ermutigte die jungen Menschen, ihr Leben aus dem christlichen Glauben heraus zu gestalten, am Beispiel des Ministrantenpatrons Tarcisius: Sein Einsatz mache deutlich, was die Grundlage des Dienens sei: „Wir stehen gemeinsam im Dienst Jesu Christi. Wir dienen ihm, jeder auf unsere Weise am Altar. Wir dienen ihm, indem wir in der gesamten Gemeinde und vor dieser unseren Dienst tun.“ Dieser Dienst, so der Erzbischof weiter, stifte auch eine Art von Gemeinschaft, wie sie andere Aktivitäten nicht bieten könnten. Sie biete „eine innere Zufriedenheit, eine Erfüllung, die nur von Christus herkommen kann“. Die Wallfahrt nach Rom zeige, „dass ihr nicht allein unterwegs seid. Als Messdiener und Messdienerinnen seid ihr in eine große Gemeinschaft innerhalb unserer Erzdiözese eingebunden“, so der Freiburger Erzbischof. Gestärkt in ihrem Glauben kehrten die Ministranten und die Begleitpersonen in ihre Heimatpfarreien zurück und wurden, in Kappelwindeck sogar mit Glockengeläut, von ihren Familien empfangen.

Bericht: Marc Vollmer

 



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