Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Kappelwindeck

 
 
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31.03.2018

„Agenten unseres Königs Jesus Christus“

Hochwürden Bechtold in der Osternacht in St. Maria auf den Spuren von James Bond / Bronzekreuzübergabe an die Kommunionkinder

Bericht und Bilder von Hermann Seiler


AM LODERNDEN OSTERFEUER; vorbereitet von den Ministranten, entzündete Stadtpfarrer Bechtold vor dem feierlichen Einzug in die Kirche, die neue Osterkerze.

Bühl-Kappelwindeck. Das Gedenken der Auferstehung Jesu Christi, Entzünden der neuen Osterkerze am Osterfeuer, Taufwassersegnung, Eucharistie und die Festpredigt von Geistlichem Rat Hermann Bechtold, „Ostern mit James Bond“: das waren zentrale Elemente der Osternachtfeier in der Pfarrei St. Maria zu Kappelwindeck. In berührenden Szenen christlicher Tradition wurde in der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag in der Barockkirche für eine große Festgemeinde das Geschehen vor 2000 Jahren transparent. Das feierliche Ereignis war Höhepunkt der diesjährigen Ostertage und ist es im Kirchenjahr. Ein besonderes Anliegen für Stadtpfarrer Bechtold war die Übergabe des Bronzekreuzes mit dem Symbol des Wagenrades, passend zum Leitwort „Unterwegs zu Jesu“, an die Kommunionkinder. Feierlich-bewegt sang der Zelebrant zu Beginn der Lichtfeier mit sonorem Bass-Bariton traditionell das Exultet (Osterlob, lateinisch „es jauchze“).

Unter seinem Messgewand trug Hochwürden während seiner Festpredigt weder eine Walther P 99 noch stand ein trockener Wodka Martini – geschüttelt, nicht gerührt – zur Stärkung auf dem Ambo. Indes: auch ohne die unverzichtbaren Attribute des von Romanautor Ian Fleming erfunden Geheimagenten 007, verstand es der Geistliche, theaterbegabt und zur Freude seiner Zuhörer, die Auferstehung Jesu und seine Unsterblichkeit mit bekanntem Bond-Film-Vokabular und in meditativem Wortspiel, einen nicht alltäglichen, christlichen Bezug zum „Agenten ihrer Majestät“ blühendes Leben einzuhauchen. „Gefragt von seinem Gegenspieler, was sein Hobby ist, antwortet Bond, im Film stets strahlender Sieger, „Auferstehung“, so Bechtold zur Einstimmung um sodann aufzuzeigen: „Mein Hobby ist die Auferstehung, das sagt Jesus, wenn wir genau hinhören, heute auch zu uns. Immer wieder taucht er in unserem Leben auf und stellt sich vor: „Mein Name ist Christus, Jesus Christus.“ Der Tod konnte mich und meine Botschaft nicht aus der Welt schaffen. Ich bin präsent, wenn ihr zu den Menschen geht, wenn ihr ihnen die „Liebesgrüße“ aus meiner Botschaft weitersagt. Wenn jemand „im Angesicht des Todes“ Angst hat, dann bin ich da und schenke ihm Hoffnung, die über das Grab hinausgeht. Der Tod am Kreuz konnte mich und meine Botschaft nicht aus der Welt schaffen. Ich lebe, und auch ihr habt die „Lizenz zum Leben“. Seinen Osterwunsch – wie auch anders – formulierte Bechtold im Sinne Bonds: „Ich wünsche, dass wir geschüttelt, nicht gerührt in die Zeit hineingehen nach Ostern. Dass wir uns elektrisieren und bewegen lassen von der Idee eines aufgeweckten Lebens. Mit einem Augenzwinkern sagen: Auch mein Hobby ist Auferstehung! Nach Krisen und Niederlagen wideraufstehen, aufrecht durchs Leben gehen. Einen Aufstand machen gegen alles Tote und Erstarrte, befreien von Zwängen und Schuldgefühlen, die lähmen, zu Boden drücken, war ebenso konkrete Aufforderung des Seelsorgers wie: „Ich wünsche uns, dass wir „Agenten unserer Majestät“, unseres Herrn und Königs Jesus Christus, werden, die in seinem Sinn agieren. Aufstehen für jene, die diskriminiert und kleingehalten werden.“ Sich überraschen lassen, bat Bechtold im Schlusswort: „Es könnte ein Hauch von Abenteuer in unser Leben kommen, wenn wir unser neues Hobby pflegen, wenn wir uns vom auferstandenen Jesus Christus kräftig aufrütteln lassen, als seine Agenten unterwegs sind.“

In ausgezeichneter Harmonie der Stimmen und mit Werken aus der „Kleinen Festmesse op. 37“ von Ernst Tittel sowie aus dem Gotteslob, setzte der St.-Maria-Kirchenchor mit seiner Frauen- und Männerschola unter dem Dirigat von Klemens Burkart jubilierende Akzente. Der Orgelpart oblag ebenfalls Klemens Burkart, der zum Postludium (Gottesdienstende) einen festlichen Marsch mit vollem Orgelwerk intonierte. Eine Meisterleistung wiederum schuf Sakristanin Antonietta Mancuso mit ihrer neuen Auferstehungsgestaltung im Chorraum, in der in Miniature das Colosseum und der Tempel zu Rom zu sehen ist.
Das „Hochfest der Auferstehung des Herrn“ am Ostersonntag, wie auch der Ostermontag wurden mit dem morgendlichen Festamt eröffnet.
Sozial engagiert im Ostergeschehen der Pfarrei St. Maria war auch die Gruppe "Kleiner Stern". Verkauft wurden vor und nach der Osternachtfeier Osterkerzen und am Ostersonntag gefärbte und gekochte Ostereier zugunsten des Caritas-Baby-Hospitals Bethlehem.


GROSSE FREUDE bereitete den Kommunionkindern, „Unterwegs zu Jesu“, die Überreichung des Bronzekreuzes als Wegbegleiter auch für ihr weiteres Leben.

 



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