Katholische Pfarrgemeinde St. Maria Kappelwindeck

 
 
GrußwortAktuelles
 
 

04.08.2017

Abendgebet um Frieden im Heiligen Land


Foto: Gabriele Sygo

Der gemeinsame Friedensgedanke führte am vergangenen Freitag wieder viele Menschen auf dem Kappler Kirchplatz zusammen. Bei dem monatlich stattfindenden Abendgebet der Pfarrei steht traditionell im Monat August die Bitte um Frieden, besonders in den Staaten des Heiligen Landes, im Mittelpunkt. Bewusst findet das Gebet auf dem Kirchplatz statt, um so auch ein äußeres Zeichen des Friedens zu setzen. Pfarrer Geistlicher Rat Hermann Bechtold eröffnete das Gebet, bevor Diplom-Theologin Daniela Weißmann die anwesenden begrüßte. Unter ihnen waren auch Mitglieder des Vereins „Kleiner Stern“, die sich bei der Vorbereitung des Gebets engagieren. Der Verein unterstützt das Caritas-Baby-Hospital der Kinderhilfe Bethlehem, dessen Schwestern jeden Freitagabend an der Mauer, die Israel und Palästina trennt, den Rosenkranz beten.

Der Lesungstext wurde aus dem Buch des Propheten Jesaja gewählt (Jesaja 2, 1-5): „Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen“. „Unser Jesaja-Text ist auch in diesem Jahr hoffnungsvoll“ so Weißmann in ihren Gedanken zum Bibelwort. „Die Pflugscharen aus Schwertern erinnern an die Gebete und Aufrufe in der ehemaligen DDR. Wie ein Wunder ist sie uns damals dann vorgekommen: Die Wende! Das Fallen der Mauer!“. Dennoch komme man angesichts der furchtbaren Ereignisse in den Staaten des Heiligen Landes und auch in anderen Ländern ins Zweifeln ob bei all dem Unheil ein solcher Lesungstext bei einem Friedensgebet seine Berechtigung habe. Die Zukunft werde als frei von Krieg beschrieben. „Allerdings nachdem die Menschen sich Gott zugewandt haben und Gott Recht gesprochen hat“, stellte Weißmann weiter fest.

„Was können wir tun? Wir können am Frieden mit zu arbeiten, indem wir uns über die Situation im Heiligen Land informieren und im Vertrauen auf Gottes Wege können wir unseren Beitrag im Alltag, im Hier und Jetzt, unser Zutun leisten für gelebten Frieden und wahrhaftige gelebte Vergebung“. Dies könne der Beginn eines neuen Aufbruchs sein. Auch in den Fürbitten wurde die inständige Bitte um Frieden vor Gott gebracht: Besonders für die Menschen die unter Gewalt leiden, ihre Heimat verlassen müssen, verzweifelt sind und trauern, aber auch für die politisch Verantwortlichen.

Als weiteres, äußeres Zeichen der Verbundenheit und der Hoffnung ließ man zum Abschluss auf dem Kirchplatz Luftballons in den Himmel steigen. Dankenswerter Weise wurden die Ballons von der Firma Leutner befüllt. Monika Schemel von der Pfarreiband Talita Kum begleitete die schlichte Feier einfühlsam mit Liedern des Friedens und der Hoffnung.

 



Katholisches Pfarramt St. Maria - Nelkenstr. 26 - 77815 Bühl-Kappelwindeck - Impressum